Doncaster

Letzten Samstag war ich in Doncaster. Naja eigentlich war ich´s nicht.
Anstatt die Stadt zu besuchen haben wir nur einen Zwischenstopp in einem Art Outled-Shoppingcenter gemacht.
Aus diesem Grund gibt es auch keine Fotos, die ich euch zeigen könnte.
Nach zwei Stunden durch die Kälte Wandern und schräge Shops zu begutachten (Da war ein Laden nur für Nüsse…) sind wir dann weitergefahren zum Schlittschuhlaufen.
Erwartet hatte ich eigentlich eine dieser typischen Hallen wo man dann stundenlang im Kreis fährt.
Die Eisbahn in Doncaster ist jedoch etwas speziell.
Klar man fährt auch im Kreis, aber inklusive kleiner Abfahrt und Auffahrt (heißt das so?). Ergo bekommt man auch ein wenig mehr Speed drauf und das Unfalls Risiko steigt dementsprechend.
Verletzt wurde zum Glück niemand.
Es war ganz lustig dort. Ein Großteil der Schüler war noch nie Schlittschuhlaufen oder hatte noch nie Eis gesehen. Am Ende jedoch konnte jeder einigermaßen gut Laufen (abgesehen von einem Lehrer)
Anschließend wurden wir dann von einem Art Eisregen empfangen. Alle hatten auf Schnee gehofft, aber wieso auch immer der Schnee scheint Boston zu hassen.
Es schneit überall nur hier nicht.
Dafür haben wir widerliche Minusgrade.
Seit letzter Woche ist hier eine Art Bandenkrieg ausgebrochen.
Keine Panik, die Beteiligten haben vier Beine und lieben es sich in unserem Garten zu prügeln.
Bei einem “Kampf”, aus dem unsere Katze als Sieger herausgegangen ist, wurde eine erschreckende Menge Fell im Garten plus Halsband hinterlassen.
Was die haben und wieso sie das machen weiß keiner so genau, aber seitdem es so kalt ist lässt es zum Glück nach.
Hoffen wir mal, dass in Zukunft keiner ernsthaft verletzt wird.

 

Ich bin nicht verrückt, nur ein wenig zu begeistert

Hallo
es ist jetzt schon wieder etwas her seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe…
Keine Sorge es ist nicht so wirklich was passiert, abgesehen davon, dass ich mit dem nicht-kommentare-genehmigen vielleicht jemanden etwas verwirrt habe. (Sorry Laura)
Schule geht ganz normal weiter, jedoch rücken die Examen so langsam näher und wir alle müssen wohl oder übel mit lernen anfangen. Auch wenn es nur vier Fächer sind, komme ich doch auf 10 Examen + 2 mündlich/praktische. Bis jetzt war mir nicht bewusst wie viel Stoff es gibt den ich können muss. Deswegen lerne ich jetzt Happen Weise, in der Hoffnung, dass ich dann am Ende auch alles weiß.
Naja wirklich wichtig sind eigentlich nur meine Englischexamen, aber es ist bestimmt praktisch diversen Stoff auch auf English zu können, ergo bin ich dann doch so brav alles zu lernen.
Ich wollte eigentlich noch von unserm Kurzurlaub in London erzählen, aber ehrlich gesagt habe ich die Hälfte schon wieder vergessen und nur die Bilder allein hochzuladen macht auch nicht wirklich Sinn. Sollte es jedoch jemanden geben, der unbedingt einen Reisebericht haben will, dann soll er/sie sich bitte bei mir melden.
In nächster Zeit gibt es dafür mehrere Berichte. Morgen bin ich nämlich in Doncaster und für unser Halfterm ende Februar (1 Woche Ferien) haben wir auch schon zwei Tagestrips nach York und (schonwieder) London geplant. Ursprünglich wollten wir Edinburgh besuchen, aber dank zu wenig Interessierten fällt das jetzt ins Wasser. Vielleicht ein andermal.
Ab nächster Woche werde ich auch meine voluntary work für das CAB (Citizens Advise Bureau) starten und somit weniger Freizeit haben. Zum bloggen werde ich trotzdem noch irgendwie kommen.
Eigentlich hatte ich in letzter Zeit viel Zeit, jedoch habe ich die mit Lesen verschwendet. Aber das ist nicht meine Schuld, ich habe einfach zu viele schöne zu Weihnachten bekommen. (Und ich will meinen “Rekord” vom letzten Jahr brechen. 40 neue Bücher in 12 Monaten. Dieses Jahr will ich mehr haben einfach aus Ehrgeiz. Dazu muss ich jedoch mindestens 4 Bücher pro Monat lesen und das dauert halt… Nein, ich bin nicht verrückt, falls ihr euch das gerade fragt)
Momentan behandeln wir in English das Thema “Science and Technology”. Heute sind wir auf das Thema Erfindungen der letzten Jahre gekommen und haben somit auch Fuel cell cars besprochen. Da war dann der erschreckende Moment wo ich der Klasse erklärt habe wie die Dinger funktionieren inklusive aller Vorteile und Nachteile etc… Es ist gruselig das ich so viel darüber weiß und das alles dann auch noch einfach so ins Englische übersetzten kann ohne groß nachzudenken, dabei ist es doch Monate her, dass ich mich damit beschäftigt habe. Mein Englischkurs hält mich glaube ich jetzt für ein wenig verrück (wahrscheinlich bin ich das auch), aber ich kann´s nicht ändern.
Als Hausaufgabe dürfen wir dann über Erfindungen unseres Heimatlandes schreiben und ich habe Nuclear fission abbekommen (eigentlich hab ichs mir ausgesucht), leider dürfen wir nur 200 Wörter schreiben. Das werde ich wahrscheinlich nicht umsetzten können, aber meine Lehrerin liest bestimmt gerne.

Übernatürliches

Gerade eben hatte ich Sociolgy.
Meine Lehrerin (die auch Psycology unterrichtet) ist ein Fan von allem Übernatürlichen etc. Deswegen hatte sie heute zum Spaß ein Set zum Gläserrücken mitgebracht.
Da wir am Ende der Stunde noch Zeit hatten und gerade Experimente durchnehmen haben wir das auch ausprobiert.
Ich hatte erwartet, dass nichts passieren würde und wir alle fröhlich und munter den Raum verlassen würden.
Dann hat sich das Glas jedoch selbstständig gemacht.
Q: Is somebody out there?
A: Y(es)
Q: Could you tell us the initial of your first name?
A: K
Q: How old were you when you died?
A: 890
Q: Do you want to give us a message?
A: Y(es)
Q: What is your message?
A: Nnyrm
Q: Does that mean “Norm”?
A: Y(es)
Q: What do you want us to tell him?
A: I´m okay.
Und dann haben wir das Ganze beendet, da eine der Schülerinnen kurz vorm Weinen war.
Tatsache ist: Vor Weihnachten ist ihre Großmutter Kathrin im Alter von 80 Jahren verstorben und ihr noch lebender Ehemann heißt Norm.
Jedoch wusste keiner der drei weiteren Mitwirkenden davon.
Und jetzt sitze ich in meinem Zimmer und bin wahrlich verwirrt. Ich habe keine Ahnung was da passiert ist, wie das überhaupt passieren konnte und was ich jetzt glauben soll.
Ich musste das ganze nur aufschreiben und irgendwem mitteilen, als Beruhigung.
Gläserrücken ist kein Spaß, besonders wenn man nicht erwartet.
Tut mir Leid, sollte ich jemanden hiermit aus der Fassung bringen.

Deutschland

Seit beinahe zwei Wochen bin ich nun zurück.
Natürlich ist viel passiert und das wollte ich hier festhalten.
Die ersten Tage haben wir Weihnachtsvorbereitungen getroffen, ich habe die Fahnenschwenker bei ihrem Weihnachtsverkauf überrascht, ein paar Freunde wiedergesehen, brav meine Arbeit in der Bücherei wieder aufgenommen und natürlich eine Menge Verwandte und Nachbarn gesehen, die alle wissen wollten wie es mir geht.
Am Heiligen Abend war es dann etwas ruhiger. Zuerst war ich mal nach Jahren wieder einmal beim Krippenspiel. Aufgrund der Tatsache, dass Mama das ganze organisiert (in Peckelsheim) waren wir viel zu früh da und ich durfte mir mal wieder knapp zwei Stunden Zeit in der Kirche vertreiben.
Letztendlich war es ganz schön, auch wenn ein Haufen kleiner Kinder Lärm gemacht hat.
Später gab es dann Essen, Bescherung (ich hab einen Haufen Bücher bekommen), dann waren wir drüben bei Krempers und dann auch irgendwann mal im Bett. Eigentlich war alles so wie jedes Jahr.
Die nächsten zwei Weihnachtstage haben wir mit Familie verbracht, ich habe ein paar englische Traditionen (Christmas Cracker & Yorkshire Puddings) eingeschmuggelt und viele Weihnachtslieder wurden gesungen.
Die paar Tage bevor die nächsten Verwandten anreisten haben mein Bruder und ich eigentlich nur damit verbracht sämtliche Filme/Serien die ich über das halbe Jahr verpasst hatte nachzugucken und unsere Geschwisterstreitigkeiten wieder aufzunehmen. Gute Neuigkeiten: Seit gestern haben wir alle durch. (also Filme, das Streiten wird wahrscheinlich nie enden)
Am Sonntag kamen dann für drei Tage unsere Verwandtschaft aus Faid. Leider nicht vollständig, aber Arbeit geht vor.
Zu Weihnachten hatte mein Cousin SingStar erhalten und somit brachten wir viel Zeit damit zu singen.
Das Gute daran ist, ich kann jetzt einige Songtexte um einiges besser. Zum Beispiel “Happy” – Pharrell Williams .
Das Schlechte jedoch ist, ich werde noch Jahre brauchen bis “Can´t get you out of my head” – Kylie Minogue wirklich aus meinem Kopf verschwunden ist.
Am Silvestermorgen sind sie dann wieder abgereist. Und haben uns mit Ohrwürmern zurückgelassen.
Den Rest des Tages haben wir nicht viel gemacht.
Am Abend haben wir uns dann mit diversen Spielen die Zeit bis Mitternacht vertrieben. Mein Bruder hat natürlich nur “unverdient” verloren.
Um Mitternacht ging dann die Knallerei los, dieses Jahr waren ungewöhnlich viele in unserer Straße.
In den frühen Morgenstunden des neuen Jahres mussten wir dann unbedingt Musikantenstadl gucken. Aus Gründen die ich nicht nachvollziehen kann war mein Vater total von diesem Kerl fasziniert. Es war eigentlich nur schrecklich.
Irgendwann sind dann alle ins Bett und vorhin (11 Uhr) bin ich dann wieder aufgestanden.
Jetzt ist es schon wieder fast Zeit den Koffer zu packen. Morgen Abend werde ich dann zurück in England sein. Diesmal nicht allein, sondern mit Papa und Jakob, was hoffentlich meine Panik vom alleine am Flughafen sein bannen wird.
Wir sehen uns dann im Sommer.
Frohes Neues!

Back home

Nach ewigem Warten im Bus, am Flughafen, im Flugzeug und dann im Auto bin ich endlich wieder seit 1 Uhr heute morgen zurück in Borgentreich.

Die Reise war ein wenig nervenaufreibend, da

  1. in Heathrow viel zu viele Menschen sind.
  2. der Flug eine Stunde Verspätung hatte, dass jedoch nicht klar war, da auf der Anzeige über eine halbe Stunde lang nur “Please wait” stand.
  3. mein Bruder seit meiner Ankunft wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht: mich zu nerven. Angeblich hat er sich ja die letzten Monate ruhig verhalten.

Aber es war auch schön.
Wenn man um elf im leeren Düsseldorfer Flughafen ankommt und dann endlich seine Familie wiedersieht ist das sehr erfreulich. Auch wenn ich erwartet hatte, dass es sich nicht so anfühlen würde als würden sie mich nur von der Schule abholen und ich hätte sie den morgen zuvor schon gesehen, trotz des “Welcome back”-Schilds. Jedoch tat es gut mal wieder mit allen im Auto zu sitzen und darüber zu streiten wie laut und was für Musik wir hören. (Ok nicht wirklich, das Lenkrad regt mich auf)

Als ich heut morgen aufgestanden bin waren die Anderen alle ausgeflogen/am Arbeiten und ich konnte in Ruhe einer Hausinspektion nachgehen. Wie sich herausstellte wurden diverse Dinge aus meinem Zimmer entwendet und durch andere ersetzt. Statt meiner Tigerente habe ich jetzt Papas Sessel und meine Nachttischlampe wurde geschrottet und dann durch eine antike Nähmaschine ersetzt. Auch fehlen mehrere Bücher und mein Schreibtisch wurde komplett leer und sein Inhalt in mein Regal geräumt. Meinen Schreibtischstuhl habe ich bereits heute morgen um halb zwei zurückerobert.
Der Rest des Hauses ist großenteils gleich geblieben und es ist wirklich wundersam das ich noch immer blind durch die Gegend laufen kann ohne gegen etwas zu stoßen. Nach über zehn Jahren lassen vier Monate Abwesenheit einen wohl das nicht verlernen.
Eine große Sache die mich stört ist die Sprache. Hier ist alles Deutsch. Kein Englisch und spreche fällt viel zu leicht. Jetzt muss ich nicht mehr über Vokabeln nachdenken, sie sind einfach da.
Heute morgen habe ich auch mal das Telefon abgenommen und gleich Mamas Kollegin einen Schrecken eingejagt. Der Zeitungsjunge später hat leider nichts bemerkt, wir sind ja nur auf die gleiche Schule gegangen und er ist mit meinem Bruder befreundet, aber macht nix. Es gibt noch genügend Leute hier die nicht wissen das ich zurück bin.
Und das ist auch eigentlich der Plan für die nächsten Tage, alle Leute abklappern, sie eventuell erschrecken und natürlich Weihnachten feiern.