Boston College

Morgens um 10 Uhr wurden wir (= die, die zum Boston College gehen) vor der Jugendherberge von einem netten Mann abgeholt, leider hat keiner von uns seinen Namen verstanden. (Zu diesem Zeitpunkt war noch keiner von uns an Englisch gewöhnt, aber es wird immer besser.) Nach einer zweistündigen Fahrt in einem Kleinbus sind wir dann auf dem College Campus angekommen. Wir wurden gleich von Sue (sie ist für alle „Internationals“ zuständig) empfangen. Lange geblieben sind wir aber nicht. Wer in der „Hall of Residence“ wohnte wurde auf sein Zimmer geführt und der Rest (Lisa und Ich) wurden zu unseren Gastfamilien gebracht.

Ich wohne bei Evelyn und Jim. Die beiden sind ein älteres unverheiratetes Paar und wohnen nur 5 Minuten von der Schule entfernt. Wie so gut wie alle Engländer, die ich bisher kennengelernt habe, sind sie unglaublich freundlich und offen. Neben den beiden wohnt in dem Haus auch noch Gloria. Sie kommt aus Hongkong und ist genauso wie ich eine Austauschschülerin. Jedoch hat sie im Gegensatz zu mir viel mehr Probleme sich an das Leben hier zu gewöhnen, da sich ihre Kultur von der hier sich doch sehr unterscheidet.

Einen Tag später startete dann auch schon die Schule. Jedoch erstmal ohne die englischen Schüler, da wir ins Schulsystem eingeführt werden mussten. Wir hatten also erstmal vier Tage lang „Tutorial“.

Wir wurden einem Tutor zugeteilt (in meinem Fall Alison), die Lehrer und Fächer wurden vorgestellt und wir konnten nochmal neu wählen (Physics, Maths, Sociology & Further Maths), über das Gelände informiert (Sicherheitsvorkehrungen etc.) und haben einen Termin mit einem Arzt bekommen.

Wichtige Info damit ihr euch nicht wundert: Auf dem Boston College sprechen sich alle mit Vornamen an (selbst die Schulleiterin) und wir tragen keine Uniformen.

Zwischendurch gab es ein so genanntes „Speed Dating“, damit wir auch einmal die englischen Schüler kennenlernen. Es war ganz lustig aber zwischendurch echt schräg. Manche hatten nicht so wirklich Lust neue Leute kennenzulernen und die Internationals kannte man großenteils schon.

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